Digital Out of Home (DOOH) wird in den meisten Diskussionen mit Konsumgütermarken, Einzelhandel oder Immobilienprojekten verbunden. Für B2B-SaaS-Unternehmen und Kanzleien ist der Kanal bislang deutlich seltener im Einsatz, dabei lässt sich programmatic DOOH sehr präzise auf Entscheiderzielgruppen zuschneiden und lässt sich hervorragend in eine Account-Based-Marketing-Strategie einbetten. Dieser Beitrag zeigt, wie das konkret funktioniert.

Was ist DOOH und warum wird es auch für B2B relevant?
DOOH bezeichnet digitale Außenwerbung, die programmatic, also automatisiert und datenbasiert, eingekauft und ausgespielt wird, etwa auf Screens in Bahnhöfen, Bürogebäuden oder Flughäfen. Anders als klassische Plakatwerbung lässt sich programmatic DOOH nach Standort, Tageszeit, Wetter und Umfeld granular steuern. Für B2B-Unternehmen wird das vor allem dort interessant, wo sich Zielgruppen an bestimmten Orten konzentrieren: Business-Districts, Konferenzzentren, Flughäfen mit hohem Geschäftsreiseanteil oder Bürostandorte großer Zielunternehmen.
Wie unterscheidet sich programmatic DOOH von klassischer Außenwerbung?
Klassische Plakatwerbung wird meist für mehrere Wochen fest gebucht, unabhängig davon, wer sie tatsächlich sieht. Programmatic DOOH funktioniert wie eine digitale Auktion: Werbeflächen werden in Echtzeit basierend auf definierten Zielkriterien eingekauft. Das erlaubt kurzfristigere Kampagnen, engeres Budget-Controlling und die Möglichkeit, Kampagnen im laufenden Betrieb an Ergebnisse anzupassen.
Welche Targeting-Optionen gibt es für B2B-Zielgruppen?
Die Stärke von programmatic DOOH liegt in der Kombination mehrerer Targeting-Ebenen, die in der Infografik oben zusammengefasst sind:
● Standort-Targeting: Bürostandorte, Business-Parks und Gewerbegebiete konkreter Zielbranchen oder -unternehmen
● Umfeld-Targeting: Screens in Bahnhöfen, Flughäfen, Konferenzzentren, Co-Working-Spaces und Bürogebäuden
● Zeitliches Targeting: Pendlerzeiten, Wochentage sowie Messe- und Eventphasen, in denen Entscheider besonders mobil sind
● Kontextuelles Targeting: Ausspielung rund um Branchenevents, Konferenzen oder aktuelle Themen der Zielbranche
Wie lässt sich DOOH mit Account-Based Marketing kombinieren?
Im Account-Based Marketing geht es darum, definierte Zielunternehmen statt einer breiten Zielgruppe gezielt anzusprechen. DOOH kann hier als sichtbare, physische Ergänzung zu digitalen ABM-Kampagnen dienen: Wenn ein definiertes Set an Zielunternehmen an bestimmten Bürostandorten konzentriert ist, lässt sich programmatic DOOH rund um diese Standorte schalten und mit Retargeting-Kampagnen auf LinkedIn, Google oder Meta verknüpfen. Der physische Kontakt am Arbeitsweg erhöht dabei die Wiedererkennung, wenn dieselbe Zielperson später online erneut mit der Marke in Berührung kommt.
Wie wird der Erfolg von DOOH im B2B gemessen?
Weil DOOH naturgemäß nicht klickbar ist, erfolgt die Erfolgsmessung meist indirekt: über den Anstieg von Brand-Search-Volumen im definierten Kampagnenzeitraum und -gebiet, über Uplift bei direktem Traffic auf die Website sowie über die Kombination mit einem Online-Funnel, der dieselbe Zielgruppe im Anschluss digital erneut erreicht. Für eine saubere Zuordnung empfiehlt sich ein Testaufbau mit klar abgegrenzten Kampagnen- und Vergleichsgebieten.
Welche Anwendungsfälle gibt es speziell für Kanzleien und Legal Tech?
Für Kanzleien und Legal-Tech-Anbieter kann DOOH dort sinnvoll sein, wo größere Mandate oder Massenverfahren eine breite, aber dennoch fokussierte Ansprache erfordern – etwa rund um Gerichtsstandorte, Wirtschaftszentren oder im Umfeld relevanter Branchenkonferenzen. Kombiniert mit einem digitalen Anspruchs- oder Betroffenheits-Check als Landingpage lässt sich der physische Kontaktpunkt direkt in einen digitalen Conversion-Pfad überführen.
Wie Le Turbo Digital B2B-DOOH-Kampagnen plant und umsetzt
Le Turbo Digital plant DOOH-Kampagnen nicht isoliert, sondern als Teil eines abgestimmten Kanal-Mix aus Google Ads, Meta Ads, LinkedIn und Landingpage-Conversion-Tools. Für B2B-SaaS- und Legal-Tech-Kunden bedeutet das: Zielstandorte werden auf Basis der tatsächlichen Zielunternehmen und Entscheiderrollen definiert, die Kampagne wird mit einem passenden digitalen Retargeting-Funnel verknüpft, und der Erfolg wird über Brand-Search- und Traffic-Uplift belastbar gemessen.
Häufige Fragen (FAQ)
Lohnt sich DOOH auch für B2B-Unternehmen ohne Massenmarkt-Produkt?
Ja, sofern sich die Zielgruppe geografisch konzentriert, etwa an bestimmten Bürostandorten, Business-Hubs oder rund um Branchenevents. Programmatic DOOH erlaubt hier ein deutlich engeres Targeting als klassische Plakatwerbung.
Wie lässt sich DOOH mit Account-Based Marketing verbinden?
Indem Werbeflächen gezielt rund um die Standorte definierter Zielunternehmen geschaltet und mit digitalem Retargeting auf LinkedIn, Google oder Meta kombiniert werden.
Wie wird der Erfolg von DOOH-Kampagnen gemessen?
Meist indirekt über Brand-Search-Uplift, direkten Website-Traffic im Kampagnenzeitraum und -gebiet sowie über die Anbindung an einen digitalen Conversion-Funnel.
Für welche Branchen ist DOOH im B2B besonders geeignet?
Besonders für B2B-SaaS, Legal Tech und Kanzleien mit klar abgrenzbaren Zielregionen oder -unternehmen, sowie generell für Angebote, bei denen Sichtbarkeit und Vertrauensaufbau eine große Rolle spielen.
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